Als Wood-and-Canvas Canoes werden Kanus bezeichnet, die aus Holzspanten und Planken gebaut werden. (Wood) Um die Boote abzudichten wird eine Bespannung aus Segeltuch vorgenommen. (Canvas) Die Bespannung wird mit einem Filler, zu vergleichen mit flüssigem Fensterkitt, imprägniert.
Diese Art von Booten ersetzten gegen Ende des 19. Jahrhundert die indianischen Birkenrindenkanus.

In diesem Blog wird über Fahrten mit Wood Canvas Canvas berichtet, aber nicht ausschließlich. Teilweise finden sich auch Themen zu Reparaturarbeiten, aber auch Berichte über Fahrten mit Kanus im Allgemeinen. Im Blog-Achiv kann zurück geblättert werden. In den Themen kann nach Labels sortiert werden. Der Rest sollte sich eigentlich selbst erklären.

Ich schreibe hier mittlerweile nur noch sporadisch, bzw. ich verlinke meist zu meinem Blog auf wood-and-canvas.de

Samstag, 5. Januar 2013

Erste Bodenseeausfahrt 2013

Wir sind heute, um die Anfahrt zur Eskimo-Reuss-Fahrt zu verkürzen nach Konstanz gefahren. Natürlich haben wir den Samstagnachmittag genutzt um paddeln zu gehen. Eine Tour zusammen mit Leonhard zum Milleniumsturm in Kreuzlingen. Zurück am Bootshaus begannen wir die schon vorsorglich von Uwe bereitgestellten Weihnachtsbäume zu verbrennen. Natürlich gab es wie meist wenn Lorenz dabei ist Spiegelei und Bratkartoffeln. Als dann alle die dem Verbrennen der Weihnachtsbäume beigewohnt hatten nach Hause gingen, machen wir es uns in Uwes selbst gebauten Wohnwagen gemütlich. Herzlichen Dank an Uwe, für die Übernachtungsmöglichkeit.






Dienstag, 1. Januar 2013

Anpaddeln in Tübingen

Gegen 14.00 Uhr trafen wir uns am Bootshaus der Paddelfreunde um die Kanusaison zu eröffnen, nach dem wir sie gestern auf der Erms würdig beendet hatten. 10 Kanuten in fünf Tandem-Kanadier machten sich trotz leichten Hochwassers auf den Weg, Neckar abwärts zur Steinlachmündung. Sicherheitshalber hatten alle einen Bootswagen mitgenommen, falls die Strömung den Rückweg zu sehr erschweren sollte.
An der Steinlachmündung gab es Kaffee, Tee und Plätzchen.
Die Bootswägen für den Rückweg brauchten wir nicht, alle sind tapfer gegen die Strömung zurück zum Bootshaus gepaddelt. Ein guter Start in Jahr 2013

Montag, 31. Dezember 2012

Silvester-Tour

Heute ging es zum Jahresabschluss auf die Erms. Unsere Strecke führte von Metzingen nach Neckartenzlingen. Eigentlich wollten wir auf die Starzel, aber die hatte zu wenig Wasser. Wir waren zwei Kajakfahrer und 5 Kanadierpaddler.
Ich fuhr mit Lorenz zusammen im Probe 14, also wieder ein Wildwasserkanu und kein Wood-and-Canvas Boot. Aber für nächsten Sonntag auf der Reuss haben wir fest vor wieder mal mit einem Holzboot unterwegs zu sein.

Hier ein paar Bilder von heute. Die untere Serie zeigt uns beim Befahren des zweiten Wehres. (Vielen Dank an Axel für die Bilder) Das erste des Tages war unfahrbar, das zweite befanden wir nach genauem Ansehen für fahrbar.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Nix für Wood-Canvas Boote ...

ist die heutige Fahrt auf der Eyach gewesen und auch der neue Prospector wurde heute geschont.
Auf Axels Empfehlung hin hatte ich mir für den heutigen zweiten Weihnachtsfeiertag den Probe 12, ein Vereinsboot der Tübinger Paddelfreunde ausgeliehen. Nach dem Einstieg in Balingen ging es ganz munter dahin, als auf einem Weg neben dem Bach plötzlich ein Polizeiauto an uns vorbei fuhr. Ich sagte noch zu Axel, der ist hoffentlich nicht wegen uns hier. Kurz darauf stoppte das Polizeiauto. Der Polizist stieg aus und kam ans Ufer und packte einen Fotoapparat aus. Als wir auf seiner Höhe waren riefen wir: "Wir tun hoffentlich nichts Verbotenes!" Er sagte: "Nein, kein Problem ich will nur für meine Kollegen dokumentieren wie man einen Weihnachtsfeiertag verbringen kann."

Kurz darauf erreichten wir eine Fischtreppe, die wir zuerst besichtigen wollten. Ich beschloss für mich sie nicht zu fahren, ich hatte mich noch nicht an das Boot gewöhnt und mich noch nicht "eingekippelt".

Dafür fuhren Axel im Kanadier, Mac und Michael in ihren Kajaks gleich zwei mal. Auch diese Aktion wurde polizeilich überwacht und dokumentiert.

Das folgende Stück war mit weniger Gefälle und ich konnte mich langsam mit dem Boot anfreunden.

Das Boot hat einen flachen Rundboden und fühlt sich im ersten Moment etwas kippelig an, da ich aber Boote mit runden Böden sehr mag, kam ich mehr und mehr zurecht.

Mit dem Beginn der Waldschlucht nahm das Gefälle zu und die Durchfahrten wurden verblockter. An einer sonnigen Wiese machten wir eine kleine Pause und umtrugen dadurch auch gleich noch einen Baum, der quer über den Bach hing.

Er war aber das einzige Baumhindernis, den wir nicht unterfahren konnten. Am Ende der Waldschlucht war noch das unfahrbare Wehr zu umtragen. Danach kamen noch ein paar kleinere Schwälle und Owingen war bald erreicht. Ein paar Spaziergänger machten sich noch über uns lustig, als wir nur mit Unterwäsche bekleidet vor der kleinen Kapelle an der Ausstiegstelle rumstanden. Wir waren jedoch schnell umgezogen, die Boote verladen und schon ging es nach Hause.

Samstag, 22. Dezember 2012

Gegen den Strom

Heute sind wir bei leichtem Hochwasser vom Bootshaus der Paddelfreunde aus den Neckar hinauf bis zum oberen Blockwurf gepaddelt. Es war ein ganzes Stück Arbeit, jedoch schafften wir es mit Hilfe einiger Kehrwässer. Den unteren Blockwurf haben wir umtragen um in dann später hinab fahren zu können. Die Strömung beim oberen Blockwurf war so heftig, dass wir fast nicht bis hin gekommen wären. Wir nutzten die Strömung aus um etwas Kehrwasserfahren zu üben. Der Weg zurück war schneller als der Hinweg, der Schwall beim unteren Blockwurf war natürlich das Highlight. Wir nahmen noch ein paar Kehrwässer mit und waren trotzdem viel zu schnell wieder am Bootshaus. Für die nächsten Tage gibt es ja Unwetterwarnungen, vermutlich werden wir diese Tour nicht so schnell wiederholen können.




Sonntag, 25. November 2012

Eisfahrt 2012

Als wir gegen 7 Uhr aufstanden, war schon allerhand los auf dem Vereinsgelände. Boote wurden abgeladen, es wurde gefrühstückt und natürlich viel erzählt und berichtet. Die Eisfahrt ist jedes Jahr die bestbesuchte Veranstaltung des Bodensee-Kanu-Rings.
Die Feuerstelle war noch heiß vom Vorabend und so brannte schnell wieder ein kleines Feuer zum Aufwärmen. Auch wenn das bei den herrschenden Temperaturen und angesichts des geheizten Clubraums eigentlich nicht zwingend notwendig gewesen wäre. Aber atmosphärisch ist so ein Lagerfeuer natürlich nie verkehrt.

Kurz vor 10 kam dann auch der Bus aus Iznang und wir konnten Axel und Rolf ihr Boot übergeben.
Fast pünktlich, um kurz nach Halbelf erfolgte dann der gemeinsame Start der 43. Eisfahrt in Richtung Iznang. Ich schätzte die Teilnehmerzahl auf deutlich über 200, wieder ein mal eine Rekordbeteiligung.
1986 war ich zum ersten mal dabei und seither ca. 20 mal, aber so viele Boote hatte ich noch nie gesehen. Aber die äusseren Bedingungen waren auch ideal, kein Nebel, kein Wind und die Temperatur spätherbstlich warm. Wie immer wurde an der Schiffslände der Insel Reichenau pausiert, bevor es über die offene Wasserfläche hinüber zur Höri ging. Es war schwierig an dem langen Kiesstrand einen Platz zum Anlanden zu finden. Wie die Ölsardinen lagen die Boote. Während der Pause fing ein leichter Wind an zu wehen und es kühlte etwas ab. Als es uns zu ungemütlich wurde machten wir uns auf den zweiten Teil der Strecke.
Als wir die Höri erreichten frischte der Wind merklich auf und ich merkte dass ich doch deutlich schwerer bin als Lorenz, denn der Wind ließ den Bug unseres Septembers öfter ausbrechen.
Der alte Trick das Boot buglastiger zu trimmen, in dem ich einfach von meinem angestammten Platz im Heck auf eine Ducht direkt vor mir zu wechseln, erwies sich als hilfreich und so erreichten wir gegen 14.00 Uhr Iznang. Da wir das Boot noch zurück nach Konstanz bringen und dort das Zelt abbauen und einpacken mussten, machten wir uns bald auf den Rückweg.
Bei dem enormen Andrang wird es auch wahrscheinlich nicht weiter aufgefallen sein, dass wir uns verdrückt haben.

Samstag, 24. November 2012

Iznang - Konstanz

Pünktlich um 10.00 Uhr holten wir Axels Boot samt Paddeln und Tonnen am Bootshaus ab. Wir hatten verabredet, dass wir den Transport nach Konstanz übernehmen, da wir vorhatten die Eisfahrt mit dem September zu fahren und der lagert ja wieder in Konstanz. Gegen 12.00 kamen wir in Konstanz an, legten Axels Boot im Bootshaus ab, stellten unser Zelt hinters Bootshaus, luden den September auf und machten uns auf den Weg nach Iznang.



Bis wir dann das Auto abgestellt und allen Kram sortiert und ins Boot geladen hatten war es 14.00 Uhr. Eine gute Stunde später waren wir bereits an der Schiffslände der Reichenau. Der See war spiegelglatt was unser Tempo erklärte. Die Sicht war gut, der Himmel bewölkt und ab und zu blinkte die Sonne durch. Bei Triboltingen trafen wir Leonhard, der uns entgegen gepaddelt war. Gemeinsam fuhren wir dann bei einbrechender Dunkelheit Richtung Konstanz. Gegen 17.00 Uhr kamen wir an. Es herrschte reges Treiben, die Versammlung der Bodensee-Kanu-Rings war noch in Gange und einige Teilnehmer der Eisfahrt waren schon angereist.



Zum Abendessen gab es Risotto mit Ruccola vom Feuer.
Gegen 21.30 Uhr kam noch eine Gruppe Seekayaker an, sie hatten eine Nachtfahrt von Iznang nach Konstanz gemacht.
Um 22.00 Uhr lagen wir im Zelt, der Autolärm von auf der Brücke und das Gegröle von unter der Brücke ließ uns jedoch lange nicht schlafen.